Wenn man ein Atom-U-Boot besitzt, dann hat man in der Welt einen großen Status. Das sehen zumindest die Schwellenländer, wie Indien, so. Deshalb könnte das Land auch in Kürze sein erstes eigenes Atom-U-Boot besitzen.
Dieses U-Boot hat das Land selbst entworfen und fertiggestellt. Noch im Juli soll es zu Wasser gelassen werden. Ministerpräsident Manmohan Singh hat vor, am 26. Juli den Marinestützpunkt Visakhapatnam zu besuchen und dort das Boot zu inspizieren, bevor es zu Testfahrten ausläuft. Generell steckt Indien momentan sehr viel Geld in die Modernisierung der Streitkräfte. Dabei will sich das Land vor allem gegen die wachsende Streitkraft Chinas wehren. In der vergangenen Woche wurde der Militärhaushalt um 25 Prozent etwa 21 Milliarden Euro erhöht. Daher ist auch der Weg zum ersten eigenen Atom-U-Boot denkbar gewesen und ein großer Schritt, denn nur wenige Staaten verfügen über ein solches Boot. Es ermöglicht, atomare Waffen direkt von der See aus abzufeuern. Der erste Boot bekommt den Namen INS Chakra und soll 2,1 Milliarden Euro gekostet haben. Spätestens in zwei Jahren ist es dann voll einsatzbereit. In Bezug auf die Streitkräfte liegt Indien noch weit zurück, vor allem wenn man es mit China vergleicht. Peking verfüge über acht Atom-U-Boote, von denen einige Atomraketen abfeuern können. Für Indien ist daher der Bau des Bootes ein großer und historischer Schritt nach vorn. Seit dem Jahr 1982 arbeitet Indien schon an dem Bau eines U-Bootes. Erst jetzt konnte der Traum umgesetzt werden. Generell können die Boote länger und vor allem auch tiefer tauchen und sind daher so beliebt.