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Indien bekommt Kyoto-Wasserpreis

In der Abschlussveranstaltung des fünften Weltwasserforums in Istanbul steht der Sieger fest. Indien bekommt den Kyoto-Wasserpreis für ein herausragendes Engagement bei der Lösung dringender Wasserprobleme in den Entwicklungsländern.

Für die Projekte werden besonders trockene Gebiete ausgewählt. In diesem gebieten soll das Land neu belebt werden. Ist dies möglich, dann können die Lösungen auch in den Entwicklungsländern ausprobiert werden. In Rajasthan wurde ab dem 1. März ein neues Projekt begonnen. Bisher hat die Organisation in Hunderten Dörfern in Maharashtra, Andhra Pradesh und Madhya Pradesh erfolgreich ähnliche Projekte gestartet. In diesen Gebieten ist das Grundwasser dramatisch gesunken und die Erosion ist immer weiter fortgeschritten. Die Wasserversorgung war somit nicht mehr sicher. Die Einwohner hatte mit einer mangelnden Ernte und sehr wenig Nahrung zu kämpfen. Die Bauern verarmten und gerieten immer tiefer in die Verschuldung.

Auch deutsche Spenden werden in den Gebieten eingesetzt. Mit dem Einsatz der Kleinfarmer und der fachlichen Kompetenz der Organisation konnten viele Erfolge erzielt werden, um das ökologische Gleichgewicht wiederherzustellen. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem die Speicherung des Regenwassers und die Aufforstung und ökologische Ausrichtung der Landwirtschaft. Im Ergebnis sollte der Grundwasserspiegel steigen, damit sich die Wasserversorgung verbessert. Dabei werden zum Beispiel Stein- oder Erdwälle entlang der Höhenlinien der Hänge geschaffen, um die Abflussgeschwindigkeit des Regenwassers zu verringern und die Bodenerosion zu mindern. Außerdem halten kleine Staudämme und Teiche das Regenwasser für Trockenzeiten zurück. Bäume und Sträucher festigen den Boden und das abfallende Laub trägt zu einer höheren Fruchtbarkeit des Bodens bei. Durch Mischkulturen kann auf Dünger verzichtet werden und die Natur erholt sich selbst. Auch die Gefahr des Ernteausfalls ist bei Mischkulturen geringer, was somit die Nahrungsmittelversorgung der ländlichen Bevölkerung langfristig sichern soll.