Gesundheit und Medizin

Für uns Westler ist Indien wirklich nicht ganz ungefährlich. Überall lauert scharfes Essen, verdrecktes Wasser, Umweltverschmutzung, Zecken in Kamelen oder bießende Hunde. Nein, so schlimm ist es nicht. Hier ein paar Tipps, was man beachten sollte:

Hygiene
– Stets gilt: „Boil it, peal it, cock it or forget it!“
– Essen ausschließlich in Restaurants – nie am Straßenrand, auch wenn es verdammt gut riecht.
– Fleisch immer gut durchgebraten essen.
– Trinken Sie nur versiegeltes Wasser. Achten Sie darauf, dass der Verschluss beim Öffnen klickt. Oftmals wird Wasser aus dem Hahn nachgefüllt und danach verkauft.
– Setzen sie beim Trinken niemals die Flaschenöffnung am Mund an! Schütten Sie das Wasser in Ihren Mund – ca. 2 cm entfernt vom Mund. Dazu gehört etwas Übung, aber irgendwann ist das kein Problem mehr.
– Auch im Restaurant gilt: nur Wasser aus Flaschen.
– keine Eiswürfel, kein offenes Speiseeis, nicht pastorisierte Milch abkochen.
– Verwenden Sie auch zum Zähneputzen nur Mineralwasser und nie Leitungswasser.
– Denken Sie an einen hochprozentigen Schnaps vor oder während dem Essen.
– Sollten Sie trotz Einhaltung dieser Regeln Durchfall (ohne Fieber und ohne Blut im Stuhl) bekommen, wundern Sie sich nicht, Ihr Körper muss sich umstellen und das kann ein paar Wochen dauern.
– Haben Sie immer Toilettenpapier für die Not im Rucksack. In der Wüste gibt es kein Gras.

Empfohlene Impfungen:
Tollwut
– Hep. A und B
– abhängig von der Jahreszeit Malariaprohylaxe
– Aktuelle Infos auf www.fitfortravel.de

Reiseapotheke:
– persönliche Dauermedikation (Medizin)
– Mückenschutz
– Fieberthermometer, Pinzette
– Verbandsmaterial
– Spritzen 2,5 und 10ml (evtl. Begleitschreiben für Zoll)
– Sonnenschutz
– antiallergische, juckreizstillende Creme gegen Mückenstiche (z.B. Systal, Kortikoid-Creme ratio, Wund- und Heilsalbe)
– Elektrolytersatz bei Durchfall (z. B. Elotrans?)
– Loperamid (z.B. Imodium) oder Kohletabletten
Achtung: Durch diese Medikation kommt es zu einer längeren Verweildauer der Keime im Darm, die Abheilung dauert länger. Sinnvoll ist dies nur bei massivem Flüssigkeitsverlust, ohne dass z.B. wegen Erbrechen Flüssigkeit zugeführt werden kann oder als kurze Überbrückung bei Transport.