Indiens Filmindustrie boomt schon seit einigen Jahren. Entstanden ist die Bollywood-Filmindustrie bereits schon in den 1930er Jahren. Als Glanzzeiten gelten dabei die 1960er und 1970er Jahre. Aber auch in den 1980er Jahren wurden, wie auch in den 1990er Jahren wurden zahlreiche Filme gedreht. Mit der Jahrtausendwende kriselte es in der indischen Filmindustrie gewaltig.
Ich habe in Jaipur einen Bollywoodfilm angesehen. Kein Wort verstanden, war totzdem lustig. In Jaipur steht übrigens das größte Kino von Indien.
Den typischen Bollywoodfilm gibt es dabei nicht, weil inzwischen viele Genretypen entstanden sind. Allgemein jedoch lässt sich sagen, dass ein Bollywoodfilm doch ein gewisses Schema in der Erzählweise erkennen lässt. Die Dauer der Filme ist unterschiedlich – 2 ½ bis 4 Stunden sind üblich. Typisch für einen Bollywoodfilm ist dabei das Vorhandensein von mehreren Tanzszenen in dem Film. Themen der Filme sind dabei Liebe, Komik, Heldentum, Schrecken, aber auch Wundersames und Friedvolles, wie auch Wut. Bei den Bollywoodfilmen ist nicht die staatliche Zensur Indiens ein Problem, sondern eher die Selbstzensur der Produzenten. Die Bollywoodfilme sind daher auch meistens sehr familientauglich.
Einer der zahlreichen Filme, die 2008 gedreht wurden bereits ist „Jodhaa Akbar”, ein Bollywoodfilm, der Anfang April 2008 in die Kinos kam und 213 Minuten dauert. Es handelt sich dabei um ein historisches Liebesdrama. Wie auch in den anderen Bollywoodfilmen mischt sich in diesem Film eine wunderbare Farbenpracht mit mannigfaltigen musikalisch untermalten Tanzeinlagen und ist auch eine seichte Liebesgeschichte, die dieses Mal in der Zeit um 1550 spielt. Es geht dabei um den zu dieser Zeit in Indien regierenden muslimischen Großmogul Jalaluddin Mohammad Akbar, gespielt von Hrithik Roshan. Insbesondere geht es dabei um die ehemals als Zweckehe geschlossene Verbindung mit der hinduistischen Prinzessin Jodhaa, gespielt von Aishwarya Rai Bachchan. Als die beiden sich schließlich verlieben, müssen sie um ihre Liebe kämpfen – ihre Gegenspielerin ist die Ziehmutter von Jalaluddhin, Maham Anga, gespielt von Ila Arun.